Mittwoch, 27. November 2013

Deja-vu: 2nd Time Great Ocean Road


Als wir von Portland aufbrachen, war uns klar: das ist die letzte Etappe unserer Reise, das letzte Mal Kilometer schrubben, das letzte Mal anhalten wo es schön ist. Die Great Ocean Road lag vor uns; Spannung, Freude und Wehmut machte sich breit.
Sowohl Remco, als auch René haben diese Straße noch nicht genießen dürfen. Ich hatte das Glück, die Great Ocean Road im Mietwagen mit dem Rest der Familie zwei Monate zuvor gesehen zu haben – und deshalb tauchte in meinem Kopf trotz meiner leider ununterdrückbaren Frankophobie unzählige Male der Begriff „Deja-vu“ auf. Ich kannte tatsächlich noch Plätze, Kurven, Strände und Steine.

Sonntag, 24. November 2013

Drei vier Tage Portland


Nicht nur in Deutschland war das Wetter des angebrochenen Mai's schlecht, auch bei uns im Süden. Die Tage um Portland habe ich vor allem als bitterkalt in Erinnerung – grenzwertig kalt!
Durch die fehlende Scheibe wurde es deutlich frischer im Subaru, doch ich zog noch immer vor, auf dem mäßig bequemen Beifahrersitz zu schlafen anstatt in den Zelten mit ihren hauchdünnen Wänden. Ich bin ein Weichei und schlafe gerne warm. Dummerweise war auch das Übernachten im Auto von „warm“ mindestens 15°C entfernt und in einer Nacht stießen wir fast an unsere Grenzen.

Dienstag, 19. November 2013

1993 Subaru Liberty Wagon. Must sell quickly!

Ab jetzt war unser Subaru wirklich als ein Auto von backpackern ohne Geld zu erkennen. Der blickdichte Plastikverschlag sah assi aus und passte zum Rest des Gesamtpakets. Weniger als 400 km nach Melbourne, weniger als zwei Wochen zum Abflug - jetzt war wohl der richtige Moment gekommen, über den Verkauf des Autos nachzudenken. 


Schritt 1: die polnisch-türkisch importierte Wagenwäsche "für gute Auto, 100% in Ordnung".

Freitag, 15. November 2013

Bringen Scherben Glück?

Der Terminator hatte wieder einmal zugeschlagen und wir standen plötzlich ohne Heckscheibe da. Im Kalten, im Dunklen, im Nirgendwo.
Nach dem Knall war der Schreck bei uns dreien natürlich groß. Wie konnte das denn passieren? Es hat doch sonst immer rein gepasst! Und was machen wir jetzt, was kostet es und –  darf man damit überhaupt noch fahren? Fassungslosigkeit machte sich breit…überall Scherben! Das Glas war in tausende, winzige Teile gesplittert, messerscharf und überall. Die meisten waren kaum zu sehen; erst wenn sie schon im Finger steckten. Unsere Rucksäcke und Klamotten waren übersäht von glitzernden Brocken.

still remember how it sounded


Freitag, 25. Oktober 2013

China gegen Japan: 1:0


Den Kontakt zur Zivilisation verloren wir nach unserer Abreise aus Adelaide zwar nicht, aber das Verkehrsaufkommen ebbte nach den Vorstädten der Millionenmetropole nach und nach ab. Die Autos wurden wieder größer, die Straßen gerader und die Dörfer kleiner. Nach dem Südwesten des Kontinents und der Gawler-Range fühlten sich aber auch die wenigen, immer spärlicher auftauchenden Höfe nach richtig viel Leben an. Wir planten auch weiterhin nicht viel von unserer Route, um möglichst flexibel und spontan zu bleiben. Die nächste Etappe über knappe 450 km sollte in Mount Gambier enden, wo uns von Richtung Westen reisenden Campern der faszinierende „Blue Lake“ empfohlen wurde. Die Kompassnadel auf dem iPhone zeigte 101° an, als wir für Stopp Nummer 1 in dem deutsch-holländischen Auto saßen: Hahndorf.